RAUCHWARNMELDER

 

Gesetzliche Pflicht zur Installation in NRW bis spätestens Ende 2016

 

Die Landesbauordnung Nordrhein-Westfalen schreibt für Neubauten ab 2013 die Installation von Rauchwarnmeldern vor. Für Wohnungen im Bestand gilt noch eine Übergangsfrist bis 2016. Für die Installation ist jeweils der Eigentümer verantwortlich, für die Betriebsbereitschaft (Wartung und Prüfung) der unmittelbare Besitzer (u. a. Mieter), es sei denn, der Eigentümer hat diese Verantwortung selber übernommen und einen Fachbetrieb beauftragt.

 

Zahlen und Fakten

 

Jährlich gibt es in Deutschland ca. 200.000 Brände mit ca. 600 Brandtoten und 6.000 Verletzten, oft mit Langzeitschäden. Hinzu kommen Sachschäden in Milliardenhöhe.

 

90 % aller Brandopfer sterben an den Folgen einer Rauchgasvergiftung und nicht durch das Feuer selbst. Schon nach 3 Atemzügen im Rauch ist man bewusstlos, 10 Atemzüge sind tödlich.

 

3/4 aller Verunglückten fallen nächtlichen Bränden zum Opfer, da nachts unser Geruchssinn ausgeschaltet ist.

 

Häufigste Ursachen für Wohnungsbrände sind technische Defekte z. B. bei elektrischen Hausgeräten wie Bügeleisen, Heizdecken etc.

Feuer produziert ca. 5.000 – 10.000 Kubikmeter giftigen Rauch in der Stunde, ein Kinderzimmer hat ca. 40 Kubikmeter Rauminhalt.

 

Rauchmelder erkennen die Gefahr bereits in der Entstehungsphase (Schwelbrand) und alarmieren zuverlässig und vor allem rechtzeitig.

 

In Bielefeld hatte im letzten Jahr jeder 3. Feuerwehreinsatz, ausgelöst durch private Rauchwarnmelder, eine reale Rauchgasentstehung im Hintergrund.

 

Worauf sollten Sie beim Kauf von Rauchwarnmeldern achten?

 

Die Rauchwarnmelder sollten nach Möglichkeit eine 10-Jahres-Batterie haben. Des Weiteren sollten sie geprüft sein nach DIN/EN 14604, ein CE-Zeichen haben und vom VdS anerkannt sein.

Ein großer Stummschaltknopf (Alarm-Stopp-Taste) sollte vom Boden aus mit einem Besenstiel gut erreicht werden können, um einen unerwünschten Alarm (Kochdämpfe?) für 10 Minuten zu unterdrücken.

Schlafzimmertaugliche Melder verzichten im Normalbetrieb auf störende LED-Blinksignale.

Eine eingebaute Verschmutzungskompensation minimiert die Fehleranfälligkeit erheblich.

In größeren Wohnungen und Häusern sowie für Familien mit Kindern empfiehlt sich der Einsatz von funkvernetzten Meldern.

Rauchwarnmelder dürfen nur gemäß der DIN 14676 montiert und betrieben werden.

Planung, Verkauf, Montage und Wartung sollten nur Betriebe ausführen, deren Mitarbeiter geprüfte Fachkräfte nach DIN 14676 für Rauchwarnmelder (TÜV oder Q-geprüft) sind.